Qualitaetssicherung im Krankenhaus
 
 
 
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3. Ablauf des Verfahrens

Das QS-Verfahren gründet auf einer standardisierten Dokumentation von ausgewählten Eingriffen oder Leistungsbereichen. Das Verfahren und die Datensätze werden vom AQUA-Institut bundeseinheitlich spezifiziert.

Im Erfassungsjahr 2013 sind 30 Leistungsbereiche auf Bundesebene verpflichtend zu dokumentieren (siehe Anlage zur Vereinbarung des G-BA). Auf der Homepage des AQUA-Instituts finden sich eine  Liste aller Leistungsbereiche mit Dokumentationspflicht  sowie die jahresspezifischen Spezifikationen mit Datensatzbeschreibungen, dazugehörigen Ausfüllhinweisen und Anwenderinformationen zu sämtlichen Leistungsbereichen. 

Neu ist ab dem Verfahrensjahr 2013 die ganzjährige Erfassung aller Patienten ab 20 Jahre im Modul Dekubitusprophylaxe. Die Auslösung erfolgt ab dem Verfahrensjahr 2013 erstmals diagnosebezogen für alle Patienten mit Dekubitus (ICD L89.1, L89.2, L89.3, L89.9).

Zusätzlich ist ab dem Verfahrensjahr 2013 die Abgabe einer Risikostatistik für alle Einrichtungen mit Patienten ab einem Alter von 20 Jahren verpflichtend. 

Merkblatt Dekubitusprophylaxe Erfassungsjahr 2013

Alle vollstationären Fälle, bei denen der QS-Filter ein Qualitätssicherungsverfahren auslöst, sind dokumentationspflichtig.

Der QS-Filter ist eine Software (QS-Filter), die anhand hinterlegter Diagnosen (ICD codiert), Prozeduren (OPS codiert) oder anderer Kriterien gemäß der jeweils aktuellen AQUA-Spezifikation (Anwenderinformationen) die Dokumentationspflicht überprüft. Die notwendige Software zur Datenerfassung wird ebenfalls auf Grundlage einer Spezifikation der AQUA von der Industrie bereitgestellt und kann von Ihnen kommerziell erworben werden. Eine Liste mit Anbietern finden Sie auf der Homepage von AQUA unter http://www.sqg.de/datenservice/softwareanbieter/index.html.

Die Qualitätssicherungsverfahren können in 10 direkte und 20 indirekte Leistungsbereiche mit Dokumentationspflicht unterteilt werden. Bei den direkten Verfahren sind die erhobenen Datensätze der von der Bundesebene beauftragten Stelle (AQUA-Institut) zu übermitteln. Die Daten der indirekten Verfahren werden auf Landesebene empfangen und entsprechend ausgewertet. In Baden-Württemberg ist die Datenannahmestelle die GeQiK®. Abgabefrist für die QS-Daten der indirekten Verfahren ist derzeit jeweils der 28. Februar des Folgejahres.

Darüber hinaus wurden in Baden-Württemberg auf Grundlage des Landesvertrages zusätzlich die Qualitätssicherung Schlaganfall und MRSA als landesspezifische Verfahren entwickelt. Die Spezifikation zur Erfassung des landesweit verpflichtenden Verfahrens zur Qualitätssicherung der Schlaganfallbehandlung sowie weiterführende Informationen zur halbjährigen verpflichtenden Datenlieferung im Landesverfahren MRSA können Sie auf der GeQiK-Homepage einsehen.

Grundsätzlich werden alle Daten an den zuständigen Empfänger in elektronischer Form gemäß dem bundeseinheitlich vorgegeben Datenexportformat übermittelt. Hierzu wird eine spezielle Erfassungssoftware verwendet, die von den Softwareherstellern gemäß der AQUA-Spezifikation (s.o.) programmiert wird. Nähere Auskünfte zur Datenübermittlung vom Krankenhaus an die Geschäftsstelle (GeQiK®) finden Sie unter der Rubrik: EDV / Datenmanagement / Hinweise zur Datenübermittlung.

Um notwendige Korrekturen bei fehlerhaften Datensätzen vornehmen zu können, empfehlen wir Ihnen eine unterjährige, zeitnahe Datenübermittlung (z.B. pro Quartal). Ergänzend ist jede Einrichtung verpflichtet, ebenfalls bis zum 28.02. des Folgejahres eine so genannte Sollstatistik an die GeQiK zu übermitteln, welche durch die QS-Filter Software erstellt wird. Der Sollstatistik ist zu entnehmen, bei wie vielen erbrachten Leistungen eine Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung verpflichtend war. In der Konformitätserklärung bestätigt die Geschäftsführung Ihres Krankenhauses die inhaltliche Richtigkeit der Sollzahlen. Bei Nichtabgabe der Sollstatistik mit Konformitätserklärung droht eine Konventionalstrafe von 6.000 € (§ 5 Abs. 1 Vereinbarung G-BA).

Die Landesgeschäftsstelle erteilt dem Krankenhaus bis zum 30.04. des Folgejahres ein Zertifikat über die fristgerechten und fehlerfrei gelieferten Datensätze sowie über den Eingang der Konformitätserklärung. Dieses Zertifikat ist zur Vorlage bei den Pflegesatzverhandlungen erforderlich. Wir bitten Sie, dies bei der Terminierung der Pflegesatzverhandlungen zu berücksichtigen.

 
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