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Verfahren

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses wurde ein Verfahren zur Validitätsprüfung von QS-Daten entwickelt, dies wurde 2005 in einem Pilotbetrieb unter anderem auch in Baden-Württemberg getestet und die bundesweite Einführung ab 2006 beschlossen.

Das nachfolgend dargestellte Verfahren sollte auch im Interesse aller teilnehmenden Krankenhäuser liegen. Gerade Häuser, die in Zukunft ihre Leistungen nach außen transparent machen wollen, sind auf vertrauenswürdige und belastbare Statistiken angewiesen.

Im jährlichen Wechsel wird in bis zu 3 Leistungsbereichen geprüft. Vom Gemeinsamen Bundesausschuss werde diese gleich nach Abgabeschluss im März mitgeteilt.

 

Das Verfahren besteht wie schon im Probebetrieb aus zwei Elementen:

Element 1: Statistische Basisprüfung mit „Strukturiertem Dialog“ 

In den festgelegten Leistungsbereichen werden alle fristgerecht gelieferten Datensätze aller teilnehmenden Krankenhäuser einer statistischen Basisprüfung unterzogen. Bei der Statistischen Basisprüfung erfolgt eine Analyse nach vorab festgelegten Auffälligkeitskriterien, die auf eine fehlerhafte Dokumentation hinweisen können. Die Datenbasis hierfür sind alle gelieferten Datensätze pro Leistungsbereich. Für Krankenhäuser mit rechnerischen Auffälligkeiten wird ein Strukturierter Dialog zur Datenvalidität eingeleitet. Im Rahmen dieses Strukturierten Dialogs soll geklärt werden, ob der Grund für die rechnerische Auffälligkeit tatsächlich eine fehlerhafte Dokumentation ist. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Optimierung der Dokumentationsqualität vereinbart.

Element 2: Stichprobenverfahren

Gleichzeitig werden in vom G-BA jährlich neu ausgewählten Leistungsbereichen

  • für jedes Bundesland zentral beim AQUA-Institut  5% der Krankenhäuser gezogen, die Leistungen in den ausgewählten Bereichen erbringen, und
  • aus den entsprechend gelieferten Datensätzen zufällig 20 Vorgangsnummern ermittelt.

Nach Terminvereinbarung erfolgt die Stichprobenprüfung der ausgewählten indirekten Leistungsbereiche durch Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle. Die Vorgangsnummern werden zur Vorbereitung rechtzeitig mitgeteilt. Auf Basis der bereitzulegenden Patientenunterlagen wird eine Zweiterfassung einzelner QS-Daten vor Ort durchgeführt, die später mit den gelieferten Daten abgeglichen werden.

Die Stichprobenprüfung in ausgewählten direkten Leistungbereichen wird vom AQUA-Institut durchgeführt.

Die Analyse liefert eine Aussage über die Qualität und Validität der Dokumentation in den betroffenen Abteilungen und hochgerechnet der Qualitätssicherung bundesweit. Der Datenabgleich beschränkt sich ausschließlich auf Aspekte der externen vergleichenden Qualitätssicherung. Das Ergebnis wird mitgeteilt und die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben.

Das Datenvalidierungsverfahren bietet Vorteile für die einbezogenen Einrichtungen:

  1. Durch den „Strukturierten Dialog“ zur Datenvalidität (Element 1) erhält die Fachabteilung Hinweise zur Optimierung der Dokumentationsprozesse. Schwachstellen können im internen Qualitätsmanagement identifiziert und behoben werden (z. B. durch Schulung, Prozess- oder Softwaremodifikation). Die Repräsentativität der eigenen Jahresauswertungen wird dadurch prospektiv verbessert
  2. Die Stichprobenprüfung vor Ort (Element 2) bietet weitere Chancen: Der externe Blick und die Analyse der Landesgeschäftsstelle kann zur Weiterentwicklung der Dokumentationsprozesse genutzt werden. Zusätzlich hat das Krankenhaus die Möglichkeit, das Ergebnis zur Selbstdarstellung zu nutzen.

Weiterführende Informationen zur Datenvalidierung können Sie unter www.iqtig.org/ergebnisse/datenvalidierung/ abrufen.

 
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