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Mittwoch, 15. Januar 2020
Änderung der QFR-Richtlinie

Am 19.09.2019 hat der G-BA eine Änderung der QFR-Richtlinie beschlossen: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3966/2019-09-19_QFR-RL_Aenderung-Richtlinie-und-Anlage-2_BAnz.pdf

Diese ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Es ergeben sich folgende Änderungen für den klärenden Dialog:

  •  Zielvereinbarungen dürfen bis zum 31.12.2021 laufen.

  • Berichte durch die Lenkungsgremien auf Landesebene an den G-BA müssen zukünftig nur noch jährlich für das zurückliegende Kalenderjahr bis zum 15. März erfolgen.

  • Darin muss für Perinatalzentren Level 1 die erbrachte Leistungsmenge des vorausgegangenen Kalenderjahres gemäß der Definition in der Mindestmengen-Regelung angegeben werden

  • Zum 15. März 2021 ist mitzuteilen, ob Perinatalzentren die Anforderungen an die pflegerische Versorgung voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2021 erfüllen werden.

  • Es werden Ausnahmetatbestände eingeführt, im Rahmen derer die Krankenhäuser von den Mindestanforderungen abweichen dürfen:

    • bei krankheitsbedingten Personalausfällen, die über das übliche Maß (mehr als 15 Prozent des in der jeweiligen Schicht mindestens vorzuhaltenden Personals) hinausgehen oder

    • bei unvorhersehbarem Zugang von mehr als 2 Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1500g innerhalb einer Schicht.

    • Die Krankenhäuser haben die Mindestanforderungen unverzüglich, spätestens jedoch zu Beginn der nach Ablauf von 48 Stunden beginnenden Schicht wieder zu erfüllen.

    • Die Krankenhäuser sind verpflichtet, das Vorliegen der Voraussetzungen eines Ausnahmetatbestandes unverzüglich den zuständigen Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen nachzuweisen und in der Strukturabfrage anzugeben.

 

  • Die Folgeschichtenregelung wird aufgehoben.

  • Die 95 %-Schichterfüllungsquote wird aufgehoben. Stattdessen wird durch §13 eine Übergangsregelung eingeführt: Mindestanforderungen müssen in folgendem Umfang erfüllt werden:

    • 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022: 90 Prozent

    • 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023: 95 Prozent

    • Ab 1. Januar 2024: 100 Prozent

 

  • Auf die Quote an pädiatrischen Intensivpflegern dürfen nun mit maximal 15 % auch „ Gesundheits- und Krankenpflegerinnen oder Gesundheits- und Krankenpfleger, die eine Weiterbildung in den pflegerischen Fachgebieten „Pädiatrische Intensivpflege“ gemäß der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft oder einer gleichwertigen landesrechtlichen Regelung abgeschlossen haben, angerechnet werden. Allerdings müssen sie am 19. September 2019 folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • mindestens fünf Jahre Berufstätigkeit seit Ausbildungsabschluss, in Vollzeit auf einer neonatologischen Intensivstation in der direkten Patientenversorgung – Teilzeittätigkeit wird entsprechend anteilig angerechnet und

    • mindestens drei Jahre Berufstätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 19. September 2019 auf einer neonatologischen Intensivstation in der direkten Patientenversorgung.

Diese Personengruppe darf auch für die Pflegeschlüssel pro Schicht berücksichtigt werden.

  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, die sich in einer Fachweiterbildung „Pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege“ befinden, können mit dem Faktor 0,5 auf die Quote des fachweitergebildeten Kinderkrankenpflegepersonals des Perinatalzentrums angerechnet werden, bei dem sie tatsächlich tätig sind.

Der QFR-Ausschuss des Fachbeirates QSKH Baden-Württemberg wird entsprechend in den kommenden Wochen die weitere Ausgestaltung des klärenden Dialoges und neuer Zielvereinbarungen beschließen.

 

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