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Mittwoch, 23. Oktober 2019
Änderung der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL): Anpassungen zum Erfassungsjahr 2020

Die Geschäftsstelle nimmt die Bekanntmachung des am 15.10.2019 veröffentlichten Beschlusses über eine „Änderung der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL): Anpassungen zum Erfassungsjahr 2020“(https://www.g-ba.de/beschluesse/3834/) zum Anlass über folgende wichtige Punkte zu informieren:

Hinweise zum Follow-up der Verfahren zur Transplantationsmedizin:

  • Die Verfahren zur Transplantationsmedizin werden ab dem Erfassungsjahr 2020 in die DeQS-RL überführt.

  • Für die Erhebung von Follow-up-Daten für Indexeingriffe (= Sekundärmodule) in der Transplantationsmedizin, die vor dem 1. Januar 2020 durchgeführt worden sind, gelten weiterhin die Regelungen der QSKH-RL. Dies gilt für die Follow-up-Erhebung (TXFU, Sekundärmodule) 2020 bis 2022, die der Primär-Erfassung (TX, Primärmodule) von 2017 bis 2019 zugeordnet ist:

    • HTXFU (Follow-up Herztransplantation)
    • LTXFU (Follow-up Lebertransplantation)
    • LUTXFU (Follow-up Lungen- und Herz-Lungentransplantation)
    • NLSFU (Follow-up Nierenlebendspende)
    • LLSFU (Follow-up Leberlebendspende)
    • PNTXFU (Follow-up Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation)


Änderung des § 7 „Datenfluss beim direkten Verfahren“ der QSKH-RL: Änderung der Richtlinie für die ET-Nummer (Eurotransplant-Nummer):

Bei vorliegender Einwilligung der Patientin oder des Patienten gemäß § 15e Absatz 6 des Transplantationsgesetzes ist die Verarbeitung der ET-Nummer in den oben genannten Follow-up-Verfahren für die Jahre 2017 bis 2019 möglich. Der Leistungserbringer hat die ET-Nummer zu verschlüsseln, so dass nur die Vertrauensstelle des Transplantationsregisters sie lesen kann. Die verschlüsselte ET-Nummer wird vom IQTIG gelöscht, wenn deren Speicherung zu Zwecken der Datenübermittlung an das Transplantationsregister nicht mehr erforderlich ist.


Änderungen des § 8 „Rechenregeln und Referenzbereiche sowie Erstellung und Übersendung von Auswertungen“

  • Ab dem Erfassungsjahr 2020 werden Rechenregeln und Referenzbereiche prospektiv erstellt und veröffentlicht.

  • Der Beschluss der vom G-BA zu veröffentlichenden Rechenregeln und Referenzbereiche erfolgt bis zum 31. Dezember des dem Erfassungsjahr vorangehenden Jahres.

  • Die Veröffentlichung soll auch für das jeweilige methodische Vorgehen zur Festlegung der Rechenregeln und Referenzbereiche erfolgen, ebenso zur Indexbildung und zur Risikoadjustierung.

  • Die endgültigen Rechenregeln und Referenzbereiche sollen vom Institut nach § 137a SGB V bis zum 15. April des Jahres der Auswertung der jeweiligen Indikatoren veröffentlicht werden.

  • Ausnahme: Bei Änderungen der endgültigen Rechenregeln im Vergleich zu den prospektiven Rechenregeln und der Referenzbereiche müssen diese gegenüber dem G-BA begründet werden. Nach Beschluss der geänderten Rechenregeln und Referenzbereiche durch den G-BA erfolgt danach die Veröffentlichung.

 

Anhang 1 zu Anlage 1 beinhalten die sog. „Indikatorenlisten“ sämtlicher Indikatoren der einzelnen QS-Verfahren. Neue Indikatoren sind mit „QI-ID FOLGT“ gekennzeichnet.

Neue Indikatoren für das Erfassungsjahr 2020 sind für die folgenden QS-Verfahren zu erwarten:

  • Herzschrittmacher-Implantationen:
    • „Implantation der linksventrikulären Sonde bei CRT-Implantation“

  • Implantierbare Defibrillatoren – Implantation:
    • „Defibrillator-Implantationen ohne Folgeeingriff aufgrund eines Hardwareproblems (Aggregat bzw. Sonde) innerhalb von 6 Jahre“
    • „Prozedurassoziierte Probleme (Sonden- bzw. Taschenprobleme) als Indikation zum Folgeeingriff innerhalb eines Jahres“,
    • „Infektionen oder Aggregatperforationen als Indikation zum Folgeeingriff innerhalb eines Jahres“,
    • „Implantation der linksventrikulären Sonde bei CRT-Implantation“

  • Mammachirurgie
    • „Präoperative Drahtmarkierung nicht palpabler Befunde mit Mikrokalk“
    • „Präoperative Drahtmarkierung nicht palpabler Befunde ohne Mikrokalk“

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