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Mittwoch, 10. Juli 2019
QS-Verfahren Mammachirurgie (18/1): Empfehlungen des IQTIG zur Tumorkonferenz

Zum Erfassungsjahr 2018 wurde der Qualitätsindikator „Postoperative interdisziplinäre Tumorkonferenz bei primärem invasivem Mammakarzinom oder DCIS“ (ID 211800) ohne Referenzbereich neu eingeführt. Das IQTIG beabsichtigt, für das Erfassungsjahr 2019 den Referenzbereich auf >= 95 % festzulegen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Geschäftsstelle auf die folgenden Empfehlungen des IQTIG zur Zusammensetzung der interdisziplinären Tumorkonferenz, den hierfür notwendigen Unterlagen und zum Protokoll hinweisen (siehe auch S. 57 der Qualitätsindikatorendatenbank).

Es wird empfohlen, dass sich die interdisziplinäre Tumorkonferenz wie folgt zusammensetzt: BrustoperateurIn, RadiologIn, PathologIn, StrahlentherapeutIn, Internistische/r, ggf. gynäkologische/r OnkologIn. Entsprechend der Krankheitssituation sollten die psychoonkologischen, orthopädischen, neuro-, allgemein-, viszeral-, thorax- und unfallchirurgischen Fachdisziplinen sowie die der Plastischen Chirurgie und der Pflege (Breast Care Nurse) hinzugezogen werden (Wilson et al. 2013, DKG/DGS 2018).

Zu den für die postoperative interdisziplinäre Tumorkonferenz notwendigen Unterlagen sollten zählen: Patientendaten (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Identifikationsnummer), die Angabe der verantwortlichen Ärztin oder des verantwortlichen Arztes, der Tag der Entnahme/OP, der klinischen Diagnose bzw. die Indikation der Gewebeentnahme und weitere klinische Informationen wie Entnahmelokalisation der Gewebeprobe (z. B. Mamma rechts, oberer äußerer Quadrant), Art der Entnahme sowie klinische Befunde und Bildgebung (z. B. Befund palpabel/nicht palpabel; Mikrokalzifikation vorhanden/nicht vorhanden; ggf. mit Übersendung der Präparat-Radiographie) (Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH 2018) sowie Histologie-Grading, Hormonrezeptorstatus und HER2-Status; (y)pTNM-Klassifikation, Tumorgröße, Sicherheitsabstand, Resektionsrand, peritumorale Gefäßinvasion, Bezug zu klinischen/radiologischen Befunden, ggf. Angabe weiterer zusätzlicher Tumorherde (Multifokalität, Multizentrizität).

Das Ergebnis der interdisziplinären Tumorkonferenz wird in einem Protokoll verschriftlicht („Protokoll Tumorkonferenz“), das den Behandlungsplan sowie namentlich die Teilnehmenden umfasst und Teil der Patientenakte ist (Wilson et al. 2013, DKG/DGS 2018).

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