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Mittwoch, 11. Juli 2018
Neues QS Landesverfahren „Universelles Neugeborenen-Hörscreening“ (QS UNHS BW) ab 01.01.2019

Das Lenkungsgremium der GeQiK® zur Qualitätssicherung in der stationären Krankenhausbehandlung hat in der letzten Sitzung für baden-württembergische Krankenhäuser ein weiteres verpflichtendes landesspezifisches QS-Verfahren beschlossen. Neben „QS Schlaganfall“ und „QS MRE“ wird ab 2019 „QS UNHS BW“ (Universelles Neugeborenen-HörScreening) speziell alle Krankenhäuser mit geburtshilflichen Abteilungen betreffen. Damit soll für die im Krankenhaus geborenen Kinder die Möglichkeit geschaffen werden, die qualifizierte Durchführung des Hörscreenings gemäß Kinder-Richtlinie (§§ 47 - 57) des G-BA durch Kontaktaufnahme mit den Eltern nachzuverfolgen (tracking). Die Partner der Selbstverwaltung in Baden-Württemberg (Landesverbände GKV / Ersatzkassen und BWKG e.V., sowie Landesärztekammer BW und Pflegerat) waren sich einig, das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg beim Aufbau einer Trackingzentrale durch Beauftragung der GeQiK® zu unterstützen. Durch die rechtzeitige Diagnostik soll die Qualität der medizinischen Versorgung für die betroffenen Kinder im Land verbessert werden (siehe Pressemitteilung vom 06.06.2018; www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/baden-wuerttemberg-erhaelt-ab-januar-2019-eine-hoertrackingzentrale).

Ohne aktuell zu sehr ins Detail gehen zu wollen (ausführlichere Informationen werden bis Ende 2018 noch zur Verfügung gestellt), seien die Grundzüge des kommenden Verfahrens kurz dargestellt:

  • Genutzt wird die Spezifikation der Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz (www.sqmed.de/nhs.php).
  • Ein QS-Filter identifiziert alle erfassungspflichtigen Lebendgeburten des Erfassungsjahres (Aufnahmedatum).
  • In einem Datensatz sind Informationen zur Mutter und dem Kind / den Kindern zum Hörscreening zu dokumentieren.
  • Liegt die Einwilligung der Mutter zum Tracking vor, so sind die Kontaktdaten zu erfassen.
  • Die Daten werden an die GeQiK® in monatlichen Abständen elektronisch übermittelt und von der Geschäftsstelle lediglich an die Trackingzentrale an der Universität Heidelberg weitergeleitet, falls keine Ablehnung der Eltern vorliegt und ein auffälliger (abklärungsbedürftiger) Screeningbefund dies erforderlich macht (aktuell bei ca. 5 - 10 % der Kinder).
  • Die Trackingzentrale übernimmt dann die Kontaktaufnahme mit den Eltern zur Klärung, ob für auffällige Befunde eine Kontrolle (falls nicht schon im Krankenhaus erfolgt) oder weiterführende Diagnostik eingeleitet wurde und mit welchem Ergebnis.
  • Zu den „getrackten“ Kindern soll dann auch eine Rückübermittlung an die GeQiK® erfolgen.
  • Die GeQiK® wird den datenliefernden Krankenhäusern in regelmäßigen Abständen Informationen zur krankenhausspezifischen Vollzähligkeit der Screeninguntersuchungen sowie der Rate falsch auffälliger (Erst-) Screening-Befunde zur Verfügung stellen. Pseudonymisierte Benchmarking-Informationen können als QS-Instrument im internen QM genutzt werden, um mögliche Defizite zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Qualitätsziele sind in der Kinder-Richtlinie in § 54 genannt.

Aktuell werden von der GeQiK® und der Trackingzentrale sowie dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg folgende Verfahrensbestandteile bearbeitet:

  • Datenflusskonzept zur Prüfung durch den Landesdatenschutzbeauftragten
  • Einwilligungserklärung / Informationsschreiben zum Tracking für die Eltern
  • Informationen an die Softwarehersteller zur Nutzung der Spezifikation der Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz
  • QS-Rückmeldekonzept für die teilnehmenden Krankenhäuser

Spätestens im vierten Quartal 2018 wird die GeQiK® weitere Informationen zu „QS UNHS BW“ mitteilen können. Wir empfehlen, zeitnah mit Ihrem Softwareanbieter (idealerweise für die QS-Dokumentation im Bereich Geburtshilfe oder Neonatologie) Kontakt aufzunehmen und zu erfragen, ob dieser bereits das Neugeborenen-Hörscreening für Kliniken anderer Bundesländer nach Spezifikation der Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz umsetzt. Wie bereits eingangs informiert, ist der Beginn der Erfassung für Baden-Württemberg ab Januar 2019 geplant.

Über relevante Entwicklungen wird die Geschäftsstelle per Newsletter informieren.

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