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Freitag, 27. Januar 2017
Datenvalidierung Modul 18/1 (Mammachirurgie) zum Verfahrensjahr 2015 abgeschlossen

Die Geschäftsstelle hatte Anfang 2016 darüber informiert, dass unter anderem der Leistungsbereich 18/1 (Mammachirurgie) für das Datenvalidierungsverfahren 2016 zum Verfahrensjahr 2015 ausgewählt wurde. Grundlage hierfür stellt § 9 der QSKH-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses dar. Die Entscheidung über die zu prüfenden Module fällte der Unterausschuss Qualitätssicherung.

Die Vor-Ort durchzuführenden Zweiterfassungen durch Mitarbeiter der Geschäftsstelle auf Grundlage des Stichprobenverfahrens konnten mittlerweile abgeschlossen werden. Relevante Erkenntnisse sollen auch den nichtbesuchten Krankenhäusern dargestellt werden:

  • Datenfeld [Aufnahme zum ersten Eingriff an dieser Brust wegen Primärerkrankung?]
    Wenn auch die Formulierung „an dieser Brust“ in der Fragestellung gewählt wurde, so ist darauf hinzuweisen, dass auch mit „ja“ zu antworten ist, falls es sich beim den ersten Eingriff um eine Operation an der Axilla handelt. Sollte dann in einem späteren Aufenthalt (z. B. nach neoadjuvanter Chemotherapie) ein Eingriff an der Brust vorgenommen werden, so ist dann die Frage nach dem ersten offenen Eingriff mit „nein“ zu dokumentieren.

  • Datenfeld [Maligne Neoplasie] bei prätherapeutischer histologischer Diagnosesicherung
    Es wird empfohlen darauf hinzuwirken, dass von Seiten des beauftragten pathologischen Institutes in der Befundmitteilung zuverlässig die Kodierung des Tumors nach dem ICD-O-3-Schlüssel erfolgt. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass an dieser Stelle ausschließlich der präoperativ bekannte histologische Befund anzugeben ist. Eine sich nach Exzission ergebende Veränderung im Befund wird in diesem Feld nicht berücksichtigt.

  • Datenfeld [Datum (Ausgang Pathologie) des prätherapeutischen histologischen Befundes?]
    Anzugeben ist hier das Datum des Ausgangs des histologischen Befundes aus den beauftragten pathologischen Institut. In vielen Fällen wurde fälschlicherweise das Ausgangsdatum der Gewebeprobe aus dem Krankenhaus bzw. das Eingangsdatum im pathologischen Institut dokumentiert. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass bei vorliegenden Nachträgen zum Erstbefund das Datum der letzten Mitteilung dokumentiert werden muss, d. h. wenn alle Befunde als Grundlage für ein Aufklärungsgespräch zur rechtsgültigen Einwilligung in die weitere Behandlung vorliegen.

  • Datenfeld [Präoperative Drahtmarkierung gesteuert durch bildgebende Verfahren?]
    Diese Angabe wird gern vergessen, falls im Rahmen der präoperativ durchgeführten Stanzbiopsie eine Clip-Markierung durchgeführt wurde. Ferner muss darauf hingewiesen werden, dass reine Hautmarkierungen mit Farbstift hier nicht dokumentiert werden dürfen.

  • Datenfeld [Histologie unter Berücksichtigung der Vorbefunde?]
    Hier sei auf die ausführlichen und verbindlichen Ausfüllhinweise zur korrekten Dokumentation erneut hingewiesen:

(a)    Wurde ausschließlich eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (ohne Brusteingriff) durchgeführt, ist der histologische Befund der ggf. vorausgegangenen Brustbiopsie anzugeben.
(b)   Bei mehrzeitigem Operieren sind alle vorliegenden Befunde in ihrer Gesamtschau zu berücksichtigen. Beim tumorfreien Nachresektat nach Karzinomentfernung muss dennoch das Mammakarzinom als führender Befund dokumentiert werden. Dies gilt auch bei Vollremission nach neoadjuvanter Therapie. Hier ist das prätherapeutisch diagnostizierte Malignom zu dokumentieren.
(c)    Bei Folgeoperationen zum Ausschluss eines logoregionären Rezidivs mit dann erfreulicherweise benigner Histologie, ist der aktuelle benigne Befund anzugeben.

  • Datenfeld [Primär-operative Therapie abgeschlossen?]
    Auch wenn die Patientin der Empfehlung für eine weitere operative Behandlung bekannterweise nicht folgt, dann ist in diesem Feld „nein“ anzugeben, da dann davon abhängig im Folgefeld nach der konkreten empfohlenen weiteren Therapieempfehlung gefragt wird.

Es wird empfohlen, die Dokumentation für das abgelaufene Erfassungsjahr 2016 zu überprüfen und falls notwendig Korrekturdatensätze zu übermitteln. Dies ist bis Ende Februar 2017 noch möglich.

Speziell vor dem Hintergrund des erwarteten In-Kraft-Tretens der Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren (www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2812/) ab 01.01.2017 ist auf valide Dokumentation unbedingt zu achten. Dies betrifft die Leistungsbereiche 15/1 (Gynäkologische Operationen), 16/1 (Geburtshilfe) sowie 18/1 (Mammachirurgie). Da bezüglich der Umsetzung der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren ein Schwerpunkt auf der Überprüfung der Validität der Angaben liegt, wird ferner empfohlen, sicherzustellen, dass alle Angaben, die in die QS-Dokumentation einfließen auch in der Patientenakte dokumentiert und damit überprüfbar sind. Über weitere Umsetzungsschritte nach In-Kraft-Treten der Richtlinie wird sie die GeQiK ®, sobald bekannt, auf dem gewohnten Weg informieren.

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