Qualitaetssicherung im Krankenhaus
 
 
 
 
QS-Verfahren
 
 
 
 
 
.
 
Service
 
 
 
 
 
 
Häufig gestellte Fragen
 
Geschäftsstelle
 

Startseite > Häufig gestellte Fragen > 

Drucken     kontakt
 
 

Modulspezifische Fragen

FAQ zu QS MRE und QS Schlaganfall finden Sie auf unserer neuen Homepage.

 

Modulspezifische Fragen
Modul 09/1 bzw. 09/3: Wie sind Revisionen und Implantationen von epikardialen Herzschrittmachern zu dokumentieren?
Modul 09/1 - 09/6: Bei einem Patienten lösen während eines Aufenthaltes mehrere Bögen des gleichen Moduls aus. Welche / wie viele Bögen sind zu dokumentieren?
Modul 09/3: Wie sind Fälle zu dokumentieren in denen der Herzschrittmacher im Rahmen einer Herztransplantation explantiert wird?
Modul 15/1: Wie ist die Frage „Ist das kontralaterale Ovar noch vorhanden?“ zu beantworten, wenn das kontralaterale Ovar intra-operativ nicht gesehen wurde?
Modul 16/1: Ist ein totes Neugeborenes mit einem Geburtsgewicht <500g eine Fehl- oder eine Totgeburt?
Modul 16/1: Was ist zu dokumentieren, wenn bei einer Mehrlingsschwangerschaft ein Kind in der 23. Woche stirbt und dann per Sectio zusammen mit dem anderen Kind zwei Wochen vor dem normalen Termin als Totgeburt (Gewicht: 130 g) geholt wird?
Modul 16/1: Wie kann ein Datensatz plausibel abgeschlossen werden, wenn ein lebendgeborenes Kind mit <500 g nur wenige Stunden lebt und bewusst (ohne Vorliegen von Fehlbildungen) auf die Bestimmung des Basendefizites verzichtet wurde?
Modul 16/1: Warum wird bei einem induzierten Schwangerschaftsabbruch eine Dokumentationspflicht ausgelöst?
Modul 17/1: Bei einem Patienten lösen während eines Aufenthaltes mehrere Bögen des gleichen Moduls aus. Welche / wie viele Bögen sind zu dokumentieren?
Modul 17/1: Was muss beim Feld „behandlungsbedürftige intra- / postoperative chirurgische Komplikationen“ angegeben werden?
Modul 17/1, HEP, KEP: Frage zur Gehstrecke nach operativer Versorgung einer Hüftgelenksnahen Femurfaktur bzw. HEP oder KEP Versorgung: Fallbeispiel: Der Patient ist postoperativ gut mobilisiert und in der Lage eine Gehstrecke von 500m zurückzulegen. Im stationären Verlauf erleidet der Patient jedoch einen Schlaganfall und ist bei der Entlassung aus dem Krankenhaus aufgrund des Apoplexes nicht gehfähig.
Modul 18/1: Warum muss man nach Ausfüllen des Feldes 21 „Datum (Ausgang bei Pathologie) des letzten prätherapeutischen histologischen Befundes“ noch weitere Angaben machen, obwohl doch der Befund vollständig vorliegen muss?
Modul 18/1: Bei Entfernung von Hautmetastasen eines Mammakarzinoms wird ein QS-Bogen ausgelöst. Wie soll hier die Dokumentation erfolgen?
Modul 18/1: Wie soll dokumentiert werden, wenn im Pathologie-Befund mehrere Histologien angegeben sind (z. B. Adenokarzinom und Sarkom in der gleichen Brust)?
Modul DEK: Welcher Dekubitusgrad soll bei Entlassung bei einem Patient dokumentiert werden, der mit einem Dekubitusgrad Grad 3 oder 4 zur plastischen Deckung aufgenommen wurde?
Modul DEK: Welche ICD-Codes lösen ab dem Erfassungsjahr 2013 die QS-Pflicht aus?
Modul HEP: Im HEP-Bogen 2017, Unterbogen HEP_Proz, wird im Feld 17 abgefragt: Wievielter operativer Eingriff während dieses Aufenthaltes. Bezieht sich die Angabe nur auf QS-dokumentationspflichtige Eingriffe? Es wird beispielsweise bei Infektion eine HEP ausgebaut (OPS 5-821.7- nicht QS-pflichtig) und im gleichen Aufenthalt eine neue reimplantiert (OPS 5-820.02 + 5-829.n – QS-pflichtig). Es handelt sich um zwei Eingriffe, aber nur einer ist QS-pflichtig. Wird das Feld mit dem Wert: 1 beantwortet?
Modul HEP: Wieso erhalten wir bei Abschluss eines HEP-Bogens eine Fehlermeldung, sobald im Basisbogen das postoperative Bewegungsausmaß angegeben wird, jedoch kein Teilbogen „elektive Hüft-Endoprothesen Erstimplantation“ angelegt ist?
Modul HEP: Es kommt immer wieder vor, dass nach primär osteosynthetischer Versorgung einer Schenkelhalsfraktur entweder zeitnah oder auch im größeren Intervall sekundär eine HTEP implantiert wird, da die Osteosynthese versagt. Können Sie bitte eine Empfehlung zur korrekten Dokumentation geben. Meines Erachtens handelt es sich um eine zweizeitige endoprothetische Versorgung einer SH-Fraktur.
Modul HEP: Welche Achsabweichung ist mit > 3° bei den Angaben einer Valgus/Varus-Stellung am Kniegelenk gemeint?
Modul HEP: Welche Uhrzeit ist bei der Frage nach dem Beginn des Eingriffs gemeint?
Modul HEP: Ein Patient wird primär bei medialer Schenkelhalsfraktur (oder auch anderer Frakturlokalisation) mit einer dynamischen Hüftschraube (oder auch anderer osteosynthetischer Versorgung) versorgt, erhält jedoch, weil keine stabile Situation erreicht werden kann, sekundär eine Endoprothese. Welche Disklokation ist bei Einteilung nach Garden zu dokumentieren?
Modul HEP/KEP: Wir führen zunehmend beidseitige Endoprothesenoperationen durch. Diese Option lässt sich nicht in den QS-Bögen abbilden (trotz OPS-Code: beidseits). Eine zweite Operation anzulegen, sehe ich als nicht korrekt an, da tatsächlich in einer Narkosse mit gleichem Instrumentarium beidseits parallel die Implantation durchgeführt wird. Wie soll dokumentiert werden?
Modul HEP/KEP: Ist bei einem perioperativer Blasenkatheter über ca. 12 Stunden und einem im Verlauf festgestellten Harnwegsinfekt nach z. B. 3-7 Tagen ein „katheter-assozierter HWI“ als Komplikation anzugeben?
Modul HEP/KEP: Wie ist bei einer Explantation mit Kodierung 5-823.g Revision, Wechsel und Entfernung einer Endoprothese am Knie- / Hüftgelenk zu dokumentieren, wenn bei Entfernung einer bikompartimentellen Teilgelenkersatzprothese lediglich ein Spacer eingebracht und der Patient entlassen wird?
Modul KEP: Wie sollen Kniegelenksnahe Frakturen, die zur Implantation einer Knieendoprothese führen, dokumentiert werden?
Modul Neo: Müssen / können für Kinder mit Gestationsalter < 22 + 0 SSW Datensätze übermittelt werden?
Modul Neo: Ist es richtig, dass für „Operation (en) und Prozeduren während des aktuellen stationären Aufenthaltes“ nur Prozeduren relevant sind, die in den nachfolgenden Feldern abgefragt werden – also zum Thema ROP, NEC und Hydrocephalus – und andere Prozeduren, die im Rahmen des Aufenthaltes auftreten (z.B. 8-560.2 Lichttherapie) hier nicht relevant sind?
Modul Neo: Es wird die Transportart zur Neonatologie bei Kindern abgefragt, die in einer Geburtsklinik auf die Welt kamen. Es gibt Kinder, die von dieser Geburtsklinik nach Hause entlassen werden und wenige Tage später (z.B. wegen Auftreten eines Ikterus) von den Eltern zu uns in die Neonatologie gebracht werden. Diese Kinder sind nicht „1=Inborn“. Bleibt also nur „2=Outborn“ oder „0=kein Transport zur Neonatologie“. Was soll angegeben werden?
Modul PNEU: Wie sind Pneumonien bei COVID-19 zu kodieren und zu dokumentieren?
Modul PNEU: Bei Sekundärbehandlungen von bereits austherapierten ambulant erworbenen Pneumonien wird ein QS-Bogen ausgelöst. Wie soll hier die Dokumentation erfolgen?
Modul PNEU: Wie werden Zeitspannen im QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ korrekt dokumentiert?

Modul 09/1 bzw. 09/3: Wie sind Revisionen und Implantationen von epikardialen Herzschrittmachern zu dokumentieren?

Im Fall einer Implantation oder Revision eines epikardialen Herzschrittmachers darf ein MDS (Minimal-Daten-Satz) angelegt werden.

Modul 09/1 - 09/6: Bei einem Patienten lösen während eines Aufenthaltes mehrere Bögen des gleichen Moduls aus. Welche / wie viele Bögen sind zu dokumentieren?

Wenn während eines Aufenthaltes z.B. der Bogen 09/3 mehrmals ausgelöst wird (weil mehrfach Sonden revidiert werden müssen) so ist nur der erste auslösende Eingriff zu dokumentieren.
Diese Regelung gilt lediglich für die Leistungsbereiche 09/1-09/6 und den Leistungsbereich 17/1.

Modul 09/3: Wie sind Fälle zu dokumentieren in denen der Herzschrittmacher im Rahmen einer Herztransplantation explantiert wird?

Im Fall einer HSM-Explantation bei einer Herztransplantation kann für den auslösenden Bogen 09/3 ein MDS angelegt werden.

Modul 15/1: Wie ist die Frage „Ist das kontralaterale Ovar noch vorhanden?“ zu beantworten, wenn das kontralaterale Ovar intra-operativ nicht gesehen wurde?

Wenn anamnestisch und aus den vorliegenden Befunden (Bildgebung / intraoperativ / Histopathologie) geschlossen werden kann, dass nach dem aktuell zu dokumentierenden Eingriff noch ein (Rest-)Ovar in situ vorhanden ist, so kann die Frage mit "ja" beantwortet werden – auch wenn das kontralaterale Ovar intraoperativ nicht gesehen wurde.

Modul 16/1: Ist ein totes Neugeborenes mit einem Geburtsgewicht <500g eine Fehl- oder eine Totgeburt?

Bisher galten ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, laut Personenstandsverordnung unabhängig von der Tragzeit als Fehlgeburten. Allerdings wurde das Personenstandsgesetz mit Wirkung zum 01.11.2018 dahingehend geändert, dass ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, die aber die 24. Schwangerschaftswoche erreicht haben, als Totgeburten (§ 31 Abs. 2 Nr. 2) gelten (Erste Verordnung zur Änderung der Personenstandsverordnung vom 24.10.2018; BGBl. I S. 1768).

Da frühestens ab 2021 die Spezifikation der Änderung des Personenstandsgesetzes durch das IQTIG angepasst werden kann, sind Totgeburten mit einem Gewicht unter 500 Gramm (unabhängig vom Schwangerschaftsalter) im QS-Verfahren Geburtshilfe bei Einlingsgeburten wie bisher bei Auslösen eines QS-Bogens über einen Minimaldatensatz zu dokumentieren.

Bei Mehrlingsgeburten gilt weiterhin: Eine Fehlgeburt ist als ein tot geborenes Kind zu beurkunden, wenn sie Teil einer Mehrlingsgeburt ist, bei der mindestens ein Kind nach Absatz 1 oder 2 (PStV) zu beurkunden ist. Das bedeutet, dass eine Totgeburt <500g, wenn sie Teil einer Mehrlingsschwangerschaft ist, z. B. bei einer Zwillingsschwangerschaft mit intrauterinem Fruchttod eines Zwillings mit einem Gewicht unter 500g,  im Datenfeld "Anzahl Mehrlinge" als Totgeburt zu dokumentieren ist, d.h. in diesem Beispiel: Anzahl Mehrlinge "2". (siehe Ausfüllhinweis zur „Anzahl Mehrlinge“ und „Totgeburt“).

Die Änderung des Personenstandsgesetzes wird von der Geschäftsstelle folgendermaßen interpretiert: Ab einer Tragzeit von 23+0 SSW gilt ein totgeborener Einling unabhängig vom Gewicht als Totgeburt.

Modul 16/1: Was ist zu dokumentieren, wenn bei einer Mehrlingsschwangerschaft ein Kind in der 23. Woche stirbt und dann per Sectio zusammen mit dem anderen Kind zwei Wochen vor dem normalen Termin als Totgeburt (Gewicht: 130 g) geholt wird?

In Anlehnung an § 31 der Verordnung zur Ausführung des Personenstandgesetzes (Personenstandsverordnung (PStV)) ist eine Fehlgeburt abweichend von Absatz 3 PStV als ein tot geborenes Kind zu beurkunden, wenn sie Teil einer Mehrlingsgeburt ist, bei der mindestens ein Kind nach Absatz 1 oder 2 (PStV) zu beurkunden ist.

Das bedeutet, dass eine Totgeburt <500g und vor der 24. Woche, die laut Personenstandsverordnung als Fehlgeburt definiert ist, im QS-Bogen als Totgeburt zu dokumentieren ist, wenn sie Teil einer Mehrlingsschwangerschaft ist. Auch verhindert eine Plausibilitätsregel, dass „Anzahl Mehrlinge = 1“ und als Geburtsrisiko "35 = Mehrlingsschwangerschaft" dokumentiert wird. Eine Verfälschung der Auswertung von Totgeburten erfolgt nicht, da als Totgeburten nur Fälle mit einem Geburtsgewicht >500g gezählt werden.

Beispiel: Zwillingsschwangerschaft mit intrauterinem Fruchttod eines Zwillings mit einem Gewicht unter 500g

  •     Eintrag im Datenfeld „Anzahl der Mehrlinge“: "Anzahl der Mehrlinge = 2"

  •    Dokumentation des verstorbenen Mehrlings als Totgeburt mit korrekter Angabe des Geburtsgewichts.

Somit wird das Geburtsrisiko korrekt dokumentiert.

Modul 16/1: Wie kann ein Datensatz plausibel abgeschlossen werden, wenn ein lebendgeborenes Kind mit <500 g nur wenige Stunden lebt und bewusst (ohne Vorliegen von Fehlbildungen) auf die Bestimmung des Basendefizites verzichtet wurde?

Für diesen Fall kann derzeit auf die Erfassung eines Datensatzes verzichtet und ein Minimaldatensatz (MDS) angelegt werden.

Modul 16/1: Warum wird bei einem induzierten Schwangerschaftsabbruch eine Dokumentationspflicht ausgelöst?

In seltenen Fällen kann durch die Kodierung von geburtshilflichen Prozedurenkodes bei induzierten Schwangerschaftsabbrüchen mit einem Fetalgewicht < 500g und bei (Spät-)Aborten (Fetalgewicht <500g und < 24.SSW) eine QS-Dokumentationspflicht ausgelöst werden (z.B. durch Kodierung von Z37.1!). Für diese Fälle ist ein MDS anzulegen.

 

Modul 17/1: Bei einem Patienten lösen während eines Aufenthaltes mehrere Bögen des gleichen Moduls aus. Welche / wie viele Bögen sind zu dokumentieren?

Wenn während eines Aufenthaltes z. B. der Bogen 09/3 mehrmals ausgelöst wird (weil mehrfach Sonden revidiert werden müssen) so ist nur der erste auslösende Eingriff zu dokumentieren.
Diese Regelung gilt lediglich für die Leistungsbereiche 09/1-09/6 und den Leistungsbereich 17/1.

Modul 17/1: Was muss beim Feld „behandlungsbedürftige intra- / postoperative chirurgische Komplikationen“ angegeben werden?

Es sind Komplikationen anzugeben, die eine operative oder interventionelle Revision aufgrund des Eingriffs erforderlich machen. Mit Intervention / Operation ist nicht die Gabe von Blutkonserven gemeint.

Modul 17/1, HEP, KEP: Frage zur Gehstrecke nach operativer Versorgung einer Hüftgelenksnahen Femurfaktur bzw. HEP oder KEP Versorgung: Fallbeispiel: Der Patient ist postoperativ gut mobilisiert und in der Lage eine Gehstrecke von 500m zurückzulegen. Im stationären Verlauf erleidet der Patient jedoch einen Schlaganfall und ist bei der Entlassung aus dem Krankenhaus aufgrund des Apoplexes nicht gehfähig.

Hier ist der tatsächlich Gehstrecke bei Entlassung anzugeben (in diesem Fall Angabe immobil). Sollte dieser Fall zu einer rechnerischen Auffälligkeit führen, so kann dies im Strukturierten Dialog nachvollziehbar erklärt werden.

Modul 18/1: Warum muss man nach Ausfüllen des Feldes 21 „Datum (Ausgang bei Pathologie) des letzten prätherapeutischen histologischen Befundes“ noch weitere Angaben machen, obwohl doch der Befund vollständig vorliegen muss?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass nicht immer alle geforderten Angaben im prätherapeutischen histologischen Befund enthalten sind. Aus diesem Grund wird explizit nachgefragt, ob auch entsprechend Ausfüllhinweis des IQTIG alle notwendigen Informationen (histologischer Typ, Grading und Hormonrezeptorstatus - und bei invasivem Karzinom zusätzlich HER2- und Ki67-Status) zum im Feld 21 angegeben Ausgangsdatum vorlagen. Bei Nachbefunden ist das Datum im Feld 21 zu korrigieren.

Modul 18/1: Bei Entfernung von Hautmetastasen eines Mammakarzinoms wird ein QS-Bogen ausgelöst. Wie soll hier die Dokumentation erfolgen?

Im Feld „Erkrankung an dieser Brust“ (Feld 12 in der Spezifikation 2019) muss „6 = Fernmetastase“ verschlüsselt werden. Somit entfällt die Dokumentationspflicht für die meisten Felder und der QS-Bogen kann abgeschlossen werden.

Modul 18/1: Wie soll dokumentiert werden, wenn im Pathologie-Befund mehrere Histologien angegeben sind (z. B. Adenokarzinom und Sarkom in der gleichen Brust)?

Bei multiplen malignen Neoplasien aus einer Histologiegruppe: mehrere Tumorherde im selben Organ mit verschiedenen Histologiekodes, die aber derselben Histologiegruppe (z. B. Adenokarzinome) angehören, werden als ein Primärtumor gewertet. Bei der Verschlüsselung für ein bifokales / multifokales / multi-zentrisches Karzinom mit Herden unterschiedlicher Histologie, die derselben Histologiegruppe angehören (z. B. ein Tumorherd lobulär, ein weiterer Tumorherd kein spezieller Typ = NST), gibt es die Möglichkeit, den Schlüssel für ein Karzinom, welches mit einem anderen speziellen Typ gemischt auftritt, anzugeben.

Bei multiplen malignen Neoplasien aus unterschiedlichen Histologiegruppen: Wenn mehrere Neoplasien im gleichen Organ auftreten, die verschiedenen spezifischen Histologiegruppen angehören (z. B. eine Neoplasie ist aus der Gruppe der Adenokarzinome, eine weitere Neoplasie aus der Gruppe der Sarkome), werden diese als verschiedene Primärtumoren angesehen. Da nur ein Histologie-Code angegeben werden kann, erscheint es am sinnvollsten, zu dem größten Tumorfokus, der auch das pT bestimmt, den Histologie-Code anzugeben.

Siehe auch https://www.gekid.de/download/1228/ (accessed 20190211); S. 81ff unter 6.2.

Modul DEK: Welcher Dekubitusgrad soll bei Entlassung bei einem Patient dokumentiert werden, der mit einem Dekubitusgrad Grad 3 oder 4 zur plastischen Deckung aufgenommen wurde?

Wenn ein Patient mit Dekubitusgrad 3 oder 4 lediglich zur operativen Versorgung eines Dekubitalgeschwüres aufgenommen wird, soll laut dem AQUA-Institut bei Entlassung derselbe Grad dokumentiert werden wie bei der Aufnahme.

Modul DEK: Welche ICD-Codes lösen ab dem Erfassungsjahr 2013 die QS-Pflicht aus?

Ab dem Erfassungsjahr 2013 werden alle Patienten ab einem Alter von mindestens 20 Jahren erfasst. Die QS-Auslösung erfolgt ausschließlich über Dekubitalulzera ab Grad 2 oder nicht näher bezeichnete Dekubitalulzera (ICD-10-Code L89.1, L89.2, L89.3, L89.9). Die Übermittlung anderer ICD-Codes (z.B. L89.0, L97) könnte auf mögliche QS-Filter-Software-Probleme hinweisen.

Modul HEP: Im HEP-Bogen 2017, Unterbogen HEP_Proz, wird im Feld 17 abgefragt: Wievielter operativer Eingriff während dieses Aufenthaltes. Bezieht sich die Angabe nur auf QS-dokumentationspflichtige Eingriffe? Es wird beispielsweise bei Infektion eine HEP ausgebaut (OPS 5-821.7- nicht QS-pflichtig) und im gleichen Aufenthalt eine neue reimplantiert (OPS 5-820.02 + 5-829.n – QS-pflichtig). Es handelt sich um zwei Eingriffe, aber nur einer ist QS-pflichtig. Wird das Feld mit dem Wert: 1 beantwortet?

Im beschriebenen Fall, muss angeben werden, dass insgesamt EIN dokupflichtiger Eingriff stattgefunden hat: in diesem Fall ein zweizeitiger Wechsel.

Ergänzung: Tritt eine Früh-Infektion direkt nach Erstimplantation auf und wird wie beschrieben im gleichen Aufenthalt versorgt, so wären zwei dokumentationspflichtige Eingriffe (sprich Teildatensätze) zu erfassen: 1. Erstimplantation und 2. ein zweizeitiger Wechsel.

Die reine Explantation fällt als separater Teildatensatz „unter den Tisch“, inhaltlich sind die Befunde (z. B. Indikation zur Explantation) natürlich dem zweizeitigen Wechsel zuzuordnen.

Modul HEP: Wieso erhalten wir bei Abschluss eines HEP-Bogens eine Fehlermeldung, sobald im Basisbogen das postoperative Bewegungsausmaß angegeben wird, jedoch kein Teilbogen „elektive Hüft-Endoprothesen Erstimplantation“ angelegt ist?

Seit dem Verfahrensjahr 2017 soll der postoperative Bewegungsumfang nur noch bei elektiver Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation angegeben werden. Wenn kein Eingriff eine elektive Hüftendoprothesen-Erstimplantation war, interessieren die Werte für Extension/Flexion bei Entlassung nicht mehr und die Felder müssen leer bleiben, auch wenn das Bewegungsausmaß passiv mit der Neutral-Null-Methode bestimmt wurde. Für das Feld „Bewegungsausmaß passiv mit der Neutral-Null-Methode bestimmt“ kann weiterhin 1 (= „ja“) eingetragen sein.

Modul HEP: Es kommt immer wieder vor, dass nach primär osteosynthetischer Versorgung einer Schenkelhalsfraktur entweder zeitnah oder auch im größeren Intervall sekundär eine HTEP implantiert wird, da die Osteosynthese versagt. Können Sie bitte eine Empfehlung zur korrekten Dokumentation geben. Meines Erachtens handelt es sich um eine zweizeitige endoprothetische Versorgung einer SH-Fraktur.

Als Art des Eingriffs ist 1 = „endoprothetische Versorgung einer hüftgelenknahen Femurfraktur“ zu dokumentieren. Es kann dann das Feld Voroperationen am Hüftgelenk oder hüftgelenknah im Unterbogen Hüftgelenknahe Femurfraktur verwendet werden um die zuvor bestehende Osteosynthese zu dokumentieren. Das Frakturereignis würden wir empfehlen als 1 = war Grund für die akut-stationäre Aufnahme zu dokumentieren, da das ursprüngliche Frakturereignis ja immer noch den Fall bestimmt. Bei der Frakturlokalisation wird „Sonstiges“ angegeben, wenn Näheres nicht bekannt ist. Da es sich in der Regel um „geplante“ Wiederaufnahmen handelt sollte auch die präoperative Verweildauer hier kein Problem darstellen, da in der Regel innerhalb von 48 Stunden (eher früher) operiert wird.

Modul HEP: Welche Achsabweichung ist mit > 3° bei den Angaben einer Valgus/Varus-Stellung am Kniegelenk gemeint?

Hier wird in der Regel die sogenannte Mikulicz-Linie, die von der Hüftkopfmitte durch den inneren Anteil der Eminentia intercondylaris zur Mitte des oberen Sprunggelenks verläuft, als Referenz verwendet.

Modul HEP: Welche Uhrzeit ist bei der Frage nach dem Beginn des Eingriffs gemeint?

Die Schnittzeit ist als OP-Beginn zu dokumentieren.

Modul HEP: Ein Patient wird primär bei medialer Schenkelhalsfraktur (oder auch anderer Frakturlokalisation) mit einer dynamischen Hüftschraube (oder auch anderer osteosynthetischer Versorgung) versorgt, erhält jedoch, weil keine stabile Situation erreicht werden kann, sekundär eine Endoprothese. Welche Disklokation ist bei Einteilung nach Garden zu dokumentieren?

Anzugeben ist die Situation wie Sie vorlag, bevor die primäre osteosynthetische Versorgung durchgeführt wurde.

Modul HEP/KEP: Wir führen zunehmend beidseitige Endoprothesenoperationen durch. Diese Option lässt sich nicht in den QS-Bögen abbilden (trotz OPS-Code: beidseits). Eine zweite Operation anzulegen, sehe ich als nicht korrekt an, da tatsächlich in einer Narkosse mit gleichem Instrumentarium beidseits parallel die Implantation durchgeführt wird. Wie soll dokumentiert werden?

In diesen Fällen sind manuell zwei Teildatensätze „Prozedur“ anzulegen, für jede Seite einen separaten (innerhalb des Gesamtdatensatzes zu diesem Patienten). Am Ende des Prozedurdatensatzes ist dann das Feld „wurde eine weitere knieendoprothetische operative Prozeduren in diesem stationären Aufenthalt durchgeführt“ nach der Dokumentation der ersten Prozedur mit „ja“ zu beantworten und die kontralaterale Seite dann als separater Prozedurdatensatz anzulegen und zu dokumentieren. Da bei der Angabe des Bewegungsumfanges bei Entlassung nur eine patientenbezogene Angabe möglich ist, weist hier der Ausfüllhinweis explizit darauf hin, „bei beidseitigen Prozeduren sind die Bewegungsausmaße desjenigen Gelenkes anzugeben, welches den niedrigeren Wert in der Beugung (Extension/Flexion: 3.Wert) zum Entlasszeitpunkt vorweist.

Modul HEP/KEP: Ist bei einem perioperativer Blasenkatheter über ca. 12 Stunden und einem im Verlauf festgestellten Harnwegsinfekt nach z. B. 3-7 Tagen ein „katheter-assozierter HWI“ als Komplikation anzugeben?

Hier kann das Stations-Kiss Protokoll zur Surveilance nosokomialer-Infektionen herangezogen werden: „Dabei zählt eine Harnweginfektion als HWK-assoziiert, wenn innerhalb der letzten 48

Stunden vor Abnahme der Urinprobe ein Harnwegkatheter gelegen hat bzw. noch liegt.“ http://www.nrz-hygiene.de/surveillance/kiss/stations-kiss

Modul HEP/KEP: Wie ist bei einer Explantation mit Kodierung 5-823.g Revision, Wechsel und Entfernung einer Endoprothese am Knie- / Hüftgelenk zu dokumentieren, wenn bei Entfernung einer bikompartimentellen Teilgelenkersatzprothese lediglich ein Spacer eingebracht und der Patient entlassen wird?

Das Modul HEP/KEP sieht die Art des Eingriffs in dieser Konstellation nicht vor. Bitte legen Sie in diesem Fall einen Minimaldatensatz (MDS) an.

Modul KEP: Wie sollen Kniegelenksnahe Frakturen, die zur Implantation einer Knieendoprothese führen, dokumentiert werden?

Bei Kniegelenksnahen Frakturen, die zur Implantation einer Knieendoprothese führen, handelt es sich weder um eine elektive Erstimplantation noch um einen Wechsel des Implantats. Da der Datensatz diese Indikation bisher jedoch nicht vorsieht, soll ein Minimaldatensatz (MDS) angelegt werden.

Modul Neo: Müssen / können für Kinder mit Gestationsalter < 22 + 0 SSW Datensätze übermittelt werden?

In der Neonatalerhebung ist die Erfassung von Kindern mit einem Gestationsalter < 22 + 0 SSW grundsätzlich nicht vorgesehen. Datensätze mit Angaben zum Gestationsalter < 22 + 0 SSW werden als fehlerhaft abgewiesen, bzw. können gar nicht erst aus Ihrer Software exportiert werden. Bitte übermitteln Sie diese Behandlungsfälle als MDS, damit die Vollzähligkeit der Erfassung gewährleistet ist.

Modul Neo: Ist es richtig, dass für „Operation (en) und Prozeduren während des aktuellen stationären Aufenthaltes“ nur Prozeduren relevant sind, die in den nachfolgenden Feldern abgefragt werden – also zum Thema ROP, NEC und Hydrocephalus – und andere Prozeduren, die im Rahmen des Aufenthaltes auftreten (z.B. 8-560.2 Lichttherapie) hier nicht relevant sind?

Richtig. Im Feld "OPs und Prozeduren..." ist nur ein „Ja“ anzugeben, wenn eine ROP, NEC oder ein Hydrocephalus behandelt wurde.

Modul Neo: Es wird die Transportart zur Neonatologie bei Kindern abgefragt, die in einer Geburtsklinik auf die Welt kamen. Es gibt Kinder, die von dieser Geburtsklinik nach Hause entlassen werden und wenige Tage später (z.B. wegen Auftreten eines Ikterus) von den Eltern zu uns in die Neonatologie gebracht werden. Diese Kinder sind nicht „1=Inborn“. Bleibt also nur „2=Outborn“ oder „0=kein Transport zur Neonatologie“. Was soll angegeben werden?

In diesen Fällen ist 2 = Transport mit Kraftfahrzeug (Outborn) richtig. "Inborn" ist reserviert für Kinder, die Ihr Haus zwischen Geburt und Versorgung in der Neonatologie oder anderen Fachabteilung nicht verlassen haben. "0" ist richtig, wenn ein Kind nicht in einer Neonatologie aufgenommen wird.

Modul PNEU: Wie sind Pneumonien bei COVID-19 zu kodieren und zu dokumentieren?

Zur korrekten Kodierung und Dokumentation von Pneumonien bei bestätigter COVID-19-Erkrankung bzw. zum Umgang mit den neuen Zusatzcodes U07.1! und U07.2! finden Sie ausführliche Informationen zu diesen Zusatzcodes und weiteren Kodes, die in bestimmten Fallkonstellationen unter Berücksichtigung der Falldefinition des Robert Koch-Instituts vom 24.03.2020 zu verwenden sind, in einer übersichtlichen tabellarischen Aufstellung des DIMDI: https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/kodierfrage/gm-1018/ (letzter Zugriff am 01.04.2020).

Demnach müsste bei einer Pneumonie bei bestätigter COVID-19-Erkrankung die Manifestation der Erkrankung, z.B. als Pneumonie (z.B. J12.8), kodiert werden und zusätzlich der Zusatzcode U07.1! oder U07.2! (und ggf. weitere Kodes gemäß Tabelle) kodiert werden, wenn zutreffend.

Ansonsten ist wie jedes Jahr in der Spezifikation zum QS-Filter auch zum Erfassungsjahr 2020 für das QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ klar geregelt, was Einschluss- und Ausschlussdiagnosen sind: https://iqtig.org/qs-verfahren/pneu/, letzter Zugriff am 01.04.2020.

Es sind wie in den Vorjahren durch Viren verursachte Pneumonien (z.B. auch J12.8) eindeutig grundsätzlich als Einschlussdiagnosen gelistet, sodass die Dokumentationsverpflichtung gemäß QS-Filter unter Beachtung der dort beschriebenen Ausschlusskriterien klar festgelegt ist. Im oben beschriebenen Beispiel würde dann die Kodierung von J12.8 den Dokumentationsbogen auslösen, wenn keine Ausschlusskriterien vorliegen.

 

Modul PNEU: Bei Sekundärbehandlungen von bereits austherapierten ambulant erworbenen Pneumonien wird ein QS-Bogen ausgelöst. Wie soll hier die Dokumentation erfolgen?

Es wird empfohlen in diesen Fällen einen Minimal-Datensatz (MDS) anzulegen.

Modul PNEU: Wie werden Zeitspannen im QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ korrekt dokumentiert?

Im Rahmen der Datenvalidierung zum QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ war aufgefallen, dass teilweise Unklarheiten bei der Angabe von Zeitspannen im QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ bestehen. Wir möchten daher darauf aufmerksam machen, dass es für eine korrekte QS-Dokumentation wichtig ist, den Bezug zum Zeitpunkt der administrativen Aufnahme herzustellen. Dies ist insbesondere für richtige Angaben in den Feldern 18 „Zeitpunkt der ersten Blutgasanalyse oder Pulsoxymetrie“, 19 „initiale antimikrobielle Therapie“ und 20 „Beginn der Mobilisation“ relevant. Bitte stellen Sie sicher, dass den für das Ausfüllen der QS-Bögen Verantwortlichen der Zeitpunkt der administrativen Aufnahme bekannt ist und somit eine korrekte Dokumentation ermöglicht wird.
(Stand: Mittwoch, 23. Oktober 2019)

 
Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Newsletter | Intern