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Übersicht / AGDokumentation 2019Dokumentation 2020
 

Änderungen der Dokumentation zum Verfahrensjahr 2020

Im QS-Verfahren Geburtshilfe (16/1) gibt es Änderungen bei den Auslösekriterien, den Datenfeldern und den Ausfüllhinweisen.

Der ops-Code „9-263 Überwachung und Leitung der isolierten Geburt der Plazenta“ wurde wieder aus der Liste der Auslösekriterien gestrichen. Auch wurden einige Felder gestrichen. Zwei Felder wurden neu eingeführt: Feld 39 „Datum der begonnenen antenatalen Kortikosteroidtherapie“ und Feld 85 „Allgemeinanästhesie“. Bei Letzterem muss „ja“ angegeben werden, wenn bei einem Kaiserschnitt eine Intubationsnarkose durchgeführt wurde.

Für das Feld 93 „Fehlbildungen“ wurde der Schlüssel verändert. In Abwesenheit eines Ausfüllhinweises empfiehlt die Geschäftsstelle die Anlehnung an die Einteilung im Modul Neonatologie (siehe Ausfüllhinweise).

Für das Feld 106 „Tod des lebendgeborenen Kindes innerhalb der ersten 7 Tage“ wurde der Ausfüllhinweis inhaltlich präzisiert. Das IQTIG bittet bei interner Verlegung in die Kinderklinik, vor Abschluss des Bogens zu prüfen, ob das Kind innerhalb von 7 Tagen verstorben ist. Die Geschäftsstelle weist darauf hin, dass dieses Feld nur auszufüllen ist, wenn der Status des Neugeborenen am 7. Tag bekannt ist. Wenn das Neugeborene vor dem 7. Tag lebend entlassen wird und der Status des Kindes am 7. Tag nicht bekannt ist, so sollte das Feld leergelassen werden. Nur wenn mit Sicherheit bekannt ist, dass das Neugeborene am 7. Tag noch gelebt hat und dies auch in der Akte dokumentiert ist, darf „0=nein“ verschlüsselt werden. Wenn das Neugeborene innerhalb der ersten 7 Tage verstirbt, so ist „1=ja“ anzugeben.

Schließlich möchte die Geschäftsstelle abermals auf folgende Änderung des Personenstandsgesetzes zum 01.11.2018 aufmerksam machen: Das Personenstandsgesetz wurde dahingehend geändert, dass auch ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, die aber die 24. Schwangerschaftswoche erreicht haben, als Totgeburten gelten. Bisher galten ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, unabhängig von der Tragzeit als Fehlgeburten. Laut IQTIG kann frühestens ab 2021 die Spezifikation der Änderung des Personenstandsgesetzes angepasst werden. Bis zu einer möglichen Anpassung der Spezifikation 2021 sind Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm (unabhängig vom Schwangerschaftsalter) im QS-Verfahren Geburtshilfe bei Einlingsgeburten wie bisher über einen Minimaldatensatz zu dokumentieren. Bei Mehrlingsgeburten muss evtl. anders dokumentiert werden (siehe Ausfüllhinweise des IQTIG zur „Anzahl Mehrlinge“ und „Totgeburt“ = Felder 13 und 95).

Somit gelten seit dem 01.11.2018 folgende Vorgaben:

Totgeborener Einling

<500g
< 24. SSW

<500g
ab 24. SSW

>500g

Personenstandsgesetz

Fehlgeburt

Totgeburt

Totgeburt

QS-Verfahren 16/1

MDS

MDS

QS-Bogen 16/1


Die Geschäftsstelle interpretiert die gesetzliche Formulierung („die 24. Schwangerschaftswoche erreicht“) dahingehend, dass ab einer Tragzeit von 23+0 SSW ein totgeborener Einling unabhängig vom Gewicht als Totgeburt gilt.

Unter https://iqtig.org/qs-verfahren/gebh/ finden Sie die Linksammlung des IQTIG zu den aktuellen Datensätzen und verbindlichen Ausfüllhinweisen, die für eine korrekte und valide Erfassung unbedingt beachtet werden müssen.

 

Dokumentationspflicht

Für das QS-Verfahren 16/1 Geburtshilfe sind dokumentationspflichtig:
Alle im Krankenhaus erfolgten Geburten

 
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