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Änderungen der Dokumentation zum Verfahrensjahr 2020

Im QS-Verfahren Gynäkologische Operationen (15/1) gibt es keine relevanten Änderungen in der Spezifikation für das Jahr 2020.

Im QS-Verfahren Mammachirurgie (18/1) gibt es Änderungen bei den Datenfeldern und den Ausfüllhinweisen.

Folgende Datenfelder wurden u.a. im QS-Bogen 18/1 neu eingeführt:

Hier soll dokumentiert werden, ob die jeweiligen Informationen im prätherapeutischen histologischen / pathomorphologischen Befund enthalten sind, dessen Ausgangsdatum im vorgeschalteten Feld angegeben wurde.

Die Geschäftsstelle möchte darauf hinweisen, dass entsprechend Ausfüllhinweis des IQTIG im Feld 21 „Datum (Ausgang bei Pathologie) des letzten prätherapeutischen histologischen Befundes“ das Datum dokumentiert werden soll, bei dem der prätherapeutische histologische Befund vollständig war, also inkl. histologischer Typ, sowie Grading und Hormonrezeptorstatus bei DCIS (und bei invasivem Karzinom zusätzlich HER2- und Ki67-Status). Bei Nachbefunden ist das Datum im Feld 21 zu korrigieren.

In Feld 19 „Histologie“ und Feld 21 „Datum (Ausgang bei Pathologie) des letzten prätherapeutischen histologischen Befundes“ ist der prätherapeutische histopathologische Befund zu dokumentieren, der zum Beginn der Therapie geführt hat (z.B. Stanz- / Vakuumbiopsie oder offene Biopsie). Wenn z.B. bei einer Nachresektion der histopathologische Befund einer Stanzbiopsie vor Erstoperation vorliegt, so ist hier der histopathologische Befund der Stanzbiopsie (und nicht der Erstoperation) zu dokumentieren.

Für das Feld 30 „präoperative Draht-Markierung von Brustgewebe gesteuert durch bildgebende Verfahren“ wurde der Schlüssel ergänzt um den Wert „4 = nein, stattdessen ultraschallgesteuerte OP“ und der Ausfüllhinweis entsprechend angepasst. Die Geschäftsstelle weist darauf hin, dass auch bei ultraschallgesteuerter Operation vom IQTIG eine intra-operative Kontrolle des Präparats erwartet wird (sonografisch oder mammografisch).

Für die Felder zur Tumorkonferenz (27 „prätherapeutische Therapieplanung in interdisziplinärer Tumorkonferenz“ & 57 „posttherapeutische Therapieplanung in interdisziplinärer Tumorkonferenz“) wurden erstmals vom IQTIG in den Ausfüllhinweisen Empfehlungen zur Zusammensetzung der interdisziplinären Tumorkonferenz, den hierfür notwendigen Unterlagen und zum Protokoll dargestellt, die an die S3-Leiltinie Mamma-CA angelehnt sind.

Unter https://iqtig.org/qs-verfahren/gyn-op/ und https://iqtig.org/qs-verfahren/mamma/ finden Sie die Linksammlungen des IQTIG zu den aktuellen Datensätzen und verbindlichen Ausfüllhinweisen, die für eine korrekte und valide Erfassung unbedingt beachtet werden müssen.

 

Dokumentationspflicht

Für den Leistungsbereich 15/1 Gynäkologische Operationen sind dokumentationspflichtig:

Alle Adnexeingriffe bei Patientinnen ab 11 Jahren unter Ausschluss von Patientinnen mit gleichzeitiger Sectio caesarea und unter Ausschluss von Patientinnen mit den Diagnosen bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane, Harnorgane oder des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes, Mesotheliom des Peritoneums oder Divertikulose des Darmes.

Für den Leistungsbereich 18/1 Mammachirurgie sind dokumentationspflichtig:

Alle offenen Biopsien, tumorresezierenden und axillären Eingriffe, die wegen gutartiger oder bösartiger Tumoren, Präkanzerosen oder Tumorverdacht der Brust durchgeführt werden.


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