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Übersicht / AGDokumentation 2018Dokumentation 2019
 

Dokumentationspflicht und Änderungen in den Datensätzen zum Verfahrensjahr 2019

Erfassung seit 2015

In den weiterentwickelten  Modulen "HEP„ (Hüftendoprothesenversorgung ) und „KEP“ (Knieendoprothesenversorgung) ist die bis 2014 getrennte Erfassung von Hüft- / Knie-Endoprothesen-Erstimplantationen (bis 2014 Modul 17/2 bzw. 17/5) und Hüft- / Knie-Endoprothesen-Wechseln (oder auch Komponentenwechsel wie z. B. Inlayaustausch im Modul 17/3 bzw. 17/7) aufgehoben und in einem Modul mit entsprechenden Teildatensätzen zusammengeführt. Sollte also im stationären Aufenthalt zur Erstimplantation wegen eintretender Komplikationen ein Wechsel notwendig werden, so muss seit 2015 nicht wie bisher ein separater Datensatz angelegt werden. Die Erfassung hat in der bereits mit der Erstimplantation ausgelösten Dokumentation zu erfolgen. Im Zuge dieses Umbaus wurden auch neue Datenfelder aufgenommen. Ferner ist seit 2015 die bisher im Modul 17/1 "Hüftgelenknahe Femurfraktur" erfasste frakturbedingte Hüft-TEP integriert in „HEP“.

Ebenso sind die Primärimplantationen der unikondylären Knieschlittenprothesen (früher 17/6) wieder QS-pflichtig im Modul „KEP“.

Seit 2018 erfolgt eine zusätzliche Angabe des behandelnden Standortes (SO, an dem die erstauslösende Leistung gemäß auslösender OPS erbracht wurde). Erstmals kann dann bereits im Datensatz festgestellt werden, wenn ein Patient z. B. an einem Partner-SO nach Verlegung auf die Intensivstation verstirbt, wobei der ursächliche Eingriff nicht am Sterbeort stattgefunden hat, oder wenn Patienten aus dem Partner-SO mit z. B. geriatrischer Frührehabilitation entlassen werden und für eine verlängerte präop. Verweildauer (17/1 oder HEP) der Eingriffs-SO verantwortlich ist.

In den orthopädischen Modulen wurden 2019 verschiedene Anpassungen im Rahmen der Verfahrenspflege vorgenommen. Beispielsweise wurden Felder konkretisiert, Ausfüllhinweise optimiert und Schlüsselwerte angepasst. In allen drei Modulen wurde ein zusätzliches Datenfeld „Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung“ eingefügt, um diese Fälle (OPS-Kode 8-550.-) bei der Berechnung von Indikatoren berücksichtigen zu können.

Bislang wurden in einigen QS-Verfahren nur Patientinnen und Patienten eingeschlossen, die im Erfassungsjahr stationär aufgenommen und bis zum 31. Januar des Folgejahres aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Diese Frist wird ab der Spezifikation 2019 bis zum 31. Dezember des Folgejahres verlängert. Dadurch wird erreicht, dass auch Fälle mit sehr langen stationären Verweildauern von der Qualitätssicherung erfasst werden. Die Auswertung kann auf diese Weise zukünftig nach dem Entlassungsdatum erfolgen.

WICHTIG für HEP und KEP:

Im Rahmen der Übermittlung der Sollstatistik zum Vollzähligkeitsabgleich werden zusätzlich zur übergeordneten Anzahl auch getrennte Sollzahlen (sogenannte Zählleistungsbereiche) für Primärimplantationen und Wechseloperationen dargestellt sowie hierfür auch getrennte Dokumentationsraten berechnet.

Weiterhin fließen die Daten  in  Follow-up-Auswertungen zu Wechseleingriffen ein.
Über den zusätzlichen Export von verschlüsselten PID (= Personenidentifizierende Daten) für ausschließlich „GKV-Patienten“ kann das IQTIG mit Hilfe der Vertrauensstelle über die aus den PID generierten Patientenpseudonymen Behandlungsdaten zu einem Patienten zusammenführen. Dies ist auch möglich, wenn der Folgeeingriff in einem weiteren stationären Aufenthalt oder einem anderen Krankenhaus / Standort durchgeführt wurde.

Zum bisherigen Datenfeld „Die eGK-Versichertennummer des Patienten liegt auch zum Entlassungszeitpunkt nicht vor“: Es erfolgt eine Konkretisierung des Datenfeldes. Da dieses sehr unterschiedlich interpretiert und dokumentiert wurde, wird die Bogenfeldbezeichnung wie folgt geändert:

  • „Der Patient verfügt über keine eGK-Versichertennummer“

Im Ausfüllhinweis wird beschrieben, dass beispielsweise bei Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse oder anderen Ausnahmefällen dieses Datenfeld mit „ja“ zu beantworten ist, da die Patientin / der Patient in diesen Fällen über keine eGK-Versichertennummer verfügt.

Datenfelder zu Wundinfektionen:Umstellung von CDC-Definition auf KISS-Definition
Einige Datenfelder wie z. B. „Sepsis“, „Pneumonie“ und „Harnwegsinfektion“ basieren auf den Definitionen des Surveillance-Systems des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die in der ergänzenden Bezeichnung und in den Ausfüllhinweisen beschrieben werden. Diese Definitionen wurden zum 1. Januar 2017 von den neuen überarbeiteten Definitionen des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) des Robert Koch-Instituts und des Nationalen Refe-renzzentrums für nosokomiale Infektionen abgelöst.

Zu den Modulen im Einzelnen

Für das Modul KEP Knieendoprothesenversorgung sind dokumentationspflichtig:

  • Alle Patienten ab 18 Jahre mit Erstimplantation einer Knieendoprothese oder unikondylären Schlittenprothese oder einem Knieendoprothesenwechsel oder –komponentenwechsel

Außer den oben beschriebenen Anpassungen finden sich 2019 keine erwähnenswerten Änderungen.

Die aktuellen Datensätze und verbindlichen Ausfüllhinweise, die für eine korrekte und valide Erfassung unbedingt beachtet werden müssen, finden Sie auf der Homepage des IQTIG: https://iqtig.org/qs-verfahren/kep/.

Unter https://iqtig.org/downloads/spezifikation/2019/v01/2019_Anwendungsfaelle_mds_V01.pdf finden sich Informationen, in welchen Behandlungsfällen, für die vom QS-Filter eine Dokumentationsverpflichtung ausgelöst wird, die Übermittlung eines Minimaldatensatzes (MDS) zulässig bzw. notwendig ist.

Für das Modul HEP Hüftendoprothesenversorgung sind dokumentationspflichtig:

  • Alle Patienten ab 18 Jahre mit Erstimplantation einer Hüftendoprothesen oder Hüftendoprothesenwechsel oder -komponentenwechsel

Außer den oben beschriebenen Anpassungen finden sich 2019 keine erwähnenswerten Änderungen.

Hinweis zur Dokumentation: Bei sekundärer HEP nach primär osteosynthetischer Versorgung einer Fraktur ist nach Festsetzung des IQTIG als Art des Eingriffes „elektive“ Erstimplantation anzugeben!

Weitere neue Felder 2019:

  • 59 (Liegt eine atraumatische Femurkopfnekrose als Indikationvor?)
  • Ggf. 60 (Stadium der atraumatischen Femurkopfnekrose nach ARCO-Klassifikation)

Die aktuellen Datensätze und verbindlichen Ausfüllhinweise, die für eine korrekte und valide Erfassung unbedingt beachtet werden müssen, finden Sie auf der Homepage des IQTIG: https://iqtig.org/qs-verfahren/hep/.

Unter https://iqtig.org/downloads/spezifikation/2019/v01/2019_Anwendungsfaelle_mds_V01.pdf finden sich Informationen, in welchen Behandlungsfällen, für die vom QS-Filter eine Dokumentationsverpflichtung ausgelöst wird, die Übermittlung eines Minimaldatensatzes (MDS) zulässig bzw. notwendig ist. 

Für den Leistungsbereich 17/1 Hüftgelenknahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung sind dokumentationspflichtig:

  • Alle isolierten SH-Frakturen und pertrochantären Femurfrakturen ohne schwerwiegende Begleitverletzungen, die ausschließlich osteosynthetisch versorgt werden, bei Patienten ab 18 Jahren (Änderung, da 2018 noch 20 Jahre!)

Die aktuellen Datensätze und verbindlichen Ausfüllhinweise, die für eine korrekte und valide Erfassung unbedingt beachtet werden müssen, finden Sie auf der Homepage des IQTIG: https://iqtig.org/qs-verfahren/hueftfrak-osteo/.

Unter https://iqtig.org/downloads/spezifikation/2019/v01/2019_Anwendungsfaelle_mds_V01.pdf finden sich Informationen, in welchen Behandlungsfällen, für die vom QS-Filter eine Dokumentationsverpflichtung ausgelöst wird, die Übermittlung eines Minimaldatensatzes (MDS) zulässig bzw. notwendig ist. 

 
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