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Dokumentationspflicht 2016

Indirekte Leistungsbereiche

Erneut stellt die Geschäftsstelle für die Leistungsbereiche (Module) der sogenannten indirekten Verfahren Übersichten in tabellarischer Form zur Verfügung (Stand Dezember 2015). Hier ist der Änderungsumfang pro Modul dargestellt. Es handelt sich dabei nicht um offizielle Dokumente. Irrtümer sind daher nicht ausgeschlossen, verbindlich ist nur die vom AQUA-Institut oder der GeQiK® (Schlaganfall) veröffentlichte Spezifikation.

Im Verfahrensjahr 2016 sind folgende Besonderheiten zu beachten:

  • Das Modul 12/1 Cholezystektomie ist im Erfassungsjahr 2016 weiterhin aus der Dokumentationspflicht ausgenommen. Voraussichtlich ab 2017 ist eine Follow-up Erhebung unter Nutzung von Sozialdaten bei den Krankenkassen vorgesehen.
  • Das bisherige rein stationäre Modul 21/3 Koronarangiographie und Perkutane Koronarintervention wird aus der QSKH-Richtlinie herausgenommen und wird ab 2016 durch das neue sektorenübergreifende QS-Verfahren PCI (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie) gemäß § 9 der Qesü-Richtlinie abgelöst.
  • Die Ausweitung der Dokumentationspflicht auf ambulante Leistungen erstreckt sich nur auf die Leistungen im Rahmen der Qesü-RL (Leistungsbereich PCI), nicht auf die weiter bestehenden Leistungsbereiche im Rahmen der QSKH-RL.

Für das Verfahrensjahr 2016 besteht somit für die folgenden Module eine Dokumentationspflicht.

Modul 09/1        Herzschrittmacher-Implantation
Modul 09/2        Herzschrittmacher-Aggregatwechsel
Modul 09/3        Herzschrittmacher-Revision/-Systemwechsel/-Explantation
Modul 09/4        Implantierbare Defibrillatoren-Implantation
Modul 09/5        Implantierbare Defibrillatoren-Aggregatwechsel
Modul 09/6        Implantierbare Defibrillatoren-Revision/-Systemwechsel/-Explantation
Modul 10/2        Karotis-Revaskularisation
Modul 15/1        Gynäkologische Operationen
Modul 16/1        Geburtshilfe
Modul 17/1        Hüftgelenknahe Femurfraktur bei ostesynthetischer Versorgung
Modul HEP        Hüftendoprothesenversorgung
Modul KEP        Knieendoprothesenversorgung
Modul 18/1        Mammachirurgie
Modul PNEU    Ambulant erworbene Pneumonie
Modul DEK       Dekubitusprophylaxe
Modul NEO       Neonatologie
MDS                   Minimaldatensatz
Modul 80/1        Schlaganfall (BW)
Modul PCI         Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie

Die nicht hinterlegten Leistungsbereiche werden sukzessive vervollständigt.

Die Datenlieferung für die indirekten Leistungsbereiche erfolgt an die Geschäftsstelle GeQiK® über die E-Mail-Adresse daten@geqik.de.

Direkte Leistungsbereiche

Folgende Module sind dokumentationspflichtig:

Herzchirurgie HCH
Herztransplantation, Herzunterstützungssysteme/Kunstherzen HTXM
Follow-up Herztransplantation HTXFU
Leberlebendspende LLS
Follow-up Leberlebendspende LLSFU
Lebertransplantation LTX
Follow-up Lebertransplantation LTXFU
Lungen- und Herz-Lungentransplantation LUTX
Follow-up Lungen- und Herz-Lungentransplantation LUTXFU
Nierenleberspende NLS
Follow-up Nierenlebendspende NLSFU
Nieren- und Pankreas- (Nieren-) transplantation PNTX
Follow-up Nierentransplantation und Pankreas- (Nieren-)transplantation PNTXFU

Die Datenlieferung für die direkten Leistungsbereiche erfolgt zurzeit an das AQUA-Institut über die E-Mail-Adresse qsdaten@aqua-institut.de.

Wichtige Informationen zum Verfahrensjahr 2016:

  • Qesü-RL: Sektorenübergreifendes QS-Verfahren PCI (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie): Die Dokumentationspflicht für das sektorenübergreifende Verfahren PCI erstreckt sich im Gegensatz zum bisherigen Leistungsbereich 21/3 ausschließlich auf gesetzlich versicherte Patienten. In Baden-Württemberg wird die Geschäftsstelle Qualitätssicherung im Krankenhaus (GeQiK) als eine Datenannahmestelle „Qesü“ fungieren (DAS-Qesü) und die Daten aus den Krankenhäusern entgegennehmen. Dies gilt nur für die durch das Krankenhaus (nicht durch einen Belegarzt oder einen ermächtigten Arzt) erbrachten (vor-)stationären und ambulanten Leistungen dieses Leistungsbereichs (= Exportmodul PCI_LKG). Da die belegärztlich erbrachten Leistungen im Rahmen der Qesü-RL dem Arzt als Leistungserbringer und nicht wie bisher dem Krankenhaus zugeschlagen werden und als kollektivvertraglich erbrachte Leistungen zu werten sind, ist für die Daten dieser Leistungen (= Exportmodul PCI_KV), nicht die GeQiK®, sondern die Kassenärztliche Vereinigung gemäß Qesü-RL als Datenannahmestelle vorgesehen.

  • Patienteninformation zur Datenerhebung bei gesetzlich versicherten Patienten im Sektorenübergreifenden QS Verfahren PCI (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie): Für alle gesetzlich versicherten Patienten, die im Krankenhaus stationär oder ambulant eine Herzkatheteruntersuchung / -intervention erhalten, besteht gemäß den Regelungen im § 24 der Qesü-RL die Verpflichtung zur Information der Patienten. Hierfür hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Merkblatt zur qualifizierten Patienteninformation zur Verfügung gestellt: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-2431/2015-12-17_Qesue-RL_Merkblatt-2016-PCI.pdf. Das Merkblatt ist von der abrechnenden Einrichtung an die Patienten zu verteilen.

Verbesserung der Dokumentationsrate: Eine hohe Vollzähligkeit der Dokumentation ist entscheidend für aussagekräftige Auswertungen. Es besteht weiterhin die Verpflichtung die dokumentationspflichtigen Leistungen in 100 Prozent der Fälle zu dokumentieren. Liegt die Vollzähligkeit der gelieferten Datensätze pro Leistungsbereich unter 95% (bzw. unter 100 % in den Transplantationsbereichen), erfolgen finanzielle Sanktionen bezogen auf den jeweils betroffenen Leistungsbereich. Bei erstmaliger Unterschreitung der Dokumentationsrate beträgt der Qualitätssicherungsabschlag 150 Euro (bzw. 2.500 Euro bei Transplantations-Leistungsbereiche). Lag ab dem Erfassungsjahr 2015 die Dokumentationsrate des jeweiligen Leistungsbereichs bereits im Vorjahr unter 95 bzw. 100 %, so wird der Qualitätssicherungsabschlag auf 300 bzw. 5.000 Euro verdoppelt (wiederholtes Unterschreiten der Dokumentationsrate) (https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1068/QSKH-RL_2015-04-16_iK-2016-01-01.pdf).

Weitere Informationen zum Verfahrensjahr 2016:

Anwenderinformation:

In der Anwenderinformation der bundesweit dokumentationspflichtigen Leistungen finden Sie die Ein- und Ausschlussprozeduren sowie die Ein- und Ausschlussdiagnosen. Damit ist es möglich, auch ohne Anwendung einer QS-Filter-Software im Einzelfall die Qualitätssicherungspflicht nachzuvollziehen.

https://www.iqtig.org/downloads/spezifikation/2016/Anwenderinformationen/2016_Anwenderinformationen_V05.zip

Dokumentationsbögen:

https://www.iqtig.org/downloads/spezifikation/2016/Anwenderinformationen/2016_DokuBoegen_V07.zip

Ausfüllhinweise:

https://www.iqtig.org/downloads/spezifikation/2016/Anwenderinformationen/2016_Ausfuellhinweise_V07.zip

Erläuterungen zum Minimaldatensatz (MDS):

Die Erläuterungen enthalten beispielhafte Konstellationen, bei denen ein Minimaldatensatz (MDS) dokumentiert werden sollte.

https://www.iqtig.org/downloads/spezifikation/2016/Anwenderinformationen/2016_Anwendungsfaelle_mds_V01.pdf

Weitere Informationen zur Spezifikation 2016:

https://www.iqtig.org/datenservice

 

 
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